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Start Überbevölkerung Mehr Stress in der Stadt

Mehr Stress in der Stadt

Quelle: ORF - http://www.orf.at/stories/2064966/ am 22. Juni 2011

„Gefahrensender“ aktiver

Studien zufolge ist bei Menschen, die in einer Stadt aufgewachsen sind, das Risiko, an Depressionen oder Angststörungen zu erkranken, deutlich höher als bei Menschen, die auf dem Land leben. Bei Kindern, die in Großstädten aufwachsen, ist zudem das Schizophrenierisiko zwei- bis dreimal so groß.
Wissenschaftler haben jetzt herausgefunden, dass zwei für die Regulierung von Stress und Emotionen zuständige Hirnregionen bei Städtern verändert sind. Das Team um Professor Andreas Meyer-Lindenberg vom Zentralinstitut für seelische Gesundheit (ZI) im deutschen Mannheim präsentiert die Studie in der jüngsten Ausgabe des Fachjournals „Nature“, das Donnerstag erscheint - mehr dazu in science.ORF.at.

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Depressionsrisiko um 39 Prozent höher

Das Risiko, dass Städter an Angststörungen erkranken, liegt Untersuchungen zufolge um 21 Prozent über dem von Landbewohnern, bei Depressionen sind es sogar 39 Prozent. In weiteren Studien soll nun geklärt werden, was genau das Leben in Großstädten so stressig macht.
Die Forscher vermuten, dass es vor allem daran liegt, dass viele Menschen auf engem Raum zusammenleben. „Wenn wir den genauen Grund kennen, kann das bei der Stadtplanung berücksichtigt werden“, sagte Meyer-Lindenberg. Schon jetzt lebt mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung in Städten - Tendenz steigend.


Alarmierender Anstieg in Österreich

Der Hauptverband der Sozialversicherungsträger schlug vergangene Woche Alarm, dass die Zahl psychischer Erkrankungen in Österreich stark steige: Gegenüber dem Jahr 2006 nahmen im Vorjahr um 100.000 mehr Menschen Leistungen der Krankenversicherung wegen solcher Beschwerden in Anspruch. Insgesamt sind das 900.000, wie eine aktuelle Studie zeigt. Besonders „betroffen“ mache dabei die „hohe Wachstumsdynamik“, hieß es vonseiten des Hauptverbandes.


«Stress and the City»

Mehr als Hälfte der Weltbevölkerung lebt heute in der Stadt. Das hat zwar Vorteile, kann aber unter Umständen die Anfälligkeit für psychische Störungen erhöhen. Das bestätigt nun der Blick ins menschliche Gehirn.

 

Quelle: Kronen Zeitung

 


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