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Warum eine Studiengruppe?
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Es hat sich gezeigt, dass nicht nur das selbständige Studieren der Geisteslehre von großer Bedeutung ist, sondern auch, dass eine entsprechende Erfahrung im wirklichen Leben und mit den Mitmenschen, dem Nächsten, gemacht werden muss, damit auch der wahrheitliche Inhalt der Geisteslehre sowie die Wahrheit selbst verstanden werden. Nicht nur das, denn: Je mehr gelesen und studiert wird, desto größer wird auch das «geistige» (bewusstseinsmässige) Rüstzeug, dass dem Menschen ermöglicht und hilft, mit den verschiedensten Themen, Erlebnissen, Personen und dem Leben umzugehen und es zu meistern.

Im Weiteren findet man sich oft in der Gefühlslage wieder, dass man sich eigentlich sehr vieles an Wissenswertem, Sinnvollem und «geistigem» (bewusstseinsmässigem) Wissen angeeignet hat, jedoch selten in Situationen kommt, wo dieses auch angewendet werden kann. Dies liegt aber daran, dass oft nicht der Kontakt zu verstandesmässig Gleichgesinnten oder einfach zu vernünftigen, verständnisvollen, harmonischen und friedlichen Mitmenschen besteht bzw. gesucht wird und wo man dieses Wissen dann teilen oder mitteilen und zur Anwendung bringen könnte. Daher sollte daraus auch die Lehre gezogen werden und sich demnach der Mensch wieder vermehrt dem Leben öffnen, d.h. dem Leben zuwenden und auch vermehrt die vorurteilsfreie, gute, freundliche Kommunikation und Interaktion mit dem Nächsten suchen. Eine gute Möglichkeit ist es daher neue Freundschaften oder FIGU-Studiengruppen zu gründen, wo ein reger Erfahrungs- und Gedankenaustausch stattfinden kann. Durch diesen «geistigen» (bewusstseinsmässigen) Austausch wird dann auch wieder ein natürliches Gleichgewicht hergestellt, so dann bestehende und neue Erkenntnisse, neue Erfahrungen und neues Wissen erlangt oder angestrebt werden können.

Schon bei einem ersten Treffen, nach kurzer Zeit oder einem tieferen «geistigen» Gespräch, beginnen sich bereits die ersten anregenden Gedanken zu zeigen, wonach oft aus diesen ersten Gedanken ein wahrer Strom von neuen, kreativen und formenden folgt, die urplötzlich aus dem Verborgenen zu strömen beginnen, und im gleichen Atemzuge eine Begeisterung auszulösen vermögen, die dem Wort «Begeisterung» wirklich wieder alle Ehre geben. Gerade dieses «begeistert sein» ist es aber, das oftmals schnell wieder verloren geht, weil der erweckende Gedankenstrom bald abreisst und man sich wieder dem Alltäglichen hingibt oder diesem verfällt. Hierin besteht aber die Pflicht eines jeden wahrheitsliebenden und wahrheitssuchenden Menschen sich dieser seiner wahren Begeisterung wieder habhaft zu werden, indem der Fortschritt, d.h. besser gesagt, das Streben in sich, der Schöpfung und im Leben wieder neu gefunden und wahrgenommen werden muss, was dadurch erreicht werden kann, dass die eigenen Gedanken in eine positive (-neutrale) Denkrichtung gelenkt werden und so kontrolliert werden, dass sie in Ausgeglichenheit und Harmonie enden.

Dem Alltäglichen zu verfallen kann zwar als negativ oder als Ausartung aufgefasst werden, wenn sich tatsächlich die Wahrnehmung auf «ein-und-das-Selbe» zu beschränken beginnt, jedoch aber auch etwas Positives anhaben,  wenn der alltäglichen Pflichten bedacht wird, die es zu erfüllen gibt. Auch die Schöpfung selbst obliegt ihrer Pflichten, ist also bestrebt ihre Gesetze und Gebote daselbst einzuhalten. Es ist aber auch die Pflicht des Menschen, es der Schöpfung gleich zu tun, sich dem Neuen und dem Fortschritt oder aber auch der Veränderung zu öffnen. Ist daher die Wahrnehmung eines Menschen einseitig geworden oder hat sich diese eingeschränkt, so wird sich auch das Leben der betreffenden Person in diese Richtung bewegen, wonach es allmählich zu einer Stagnation kommt, und ein «geistiger» (bewusstseinsmäßiger) Fortschritt kaum noch sichtbar wird. An diesem Zeitpunkt ist oft eine Veränderung angesagt, so auch nämlich, wenn selbst nichts unternommen wird, sich die Umstände, d.h. das «Prinzip der Schöpfung von Ursache und Wirkung» ins Spiel kommen und Menschen manchmal mit scheinbarer Gewalt vor neue Probleme gestellt werden.

Wie es schon die Wassermannzeit mit sich bringt und Menschen doch vieles schon klarer sehen, so wird auch von sehr vielen Erdenmenschen schon erkannt, dass Probleme nicht mehr als solche gesehen werden, sondern man spricht heute schon von «Herausforderungen», was besagt, dass solche nicht mehr als unlösbar  gelten und daher als Chancen aufgefasst werden, an denen man «geistig» (bewusstseinsmäßig) wachsen kann. Gerade diese Chancen kommen nicht von «ungefähr», treten also nicht ohne Grund bzw. Ursache auf, wie schon angemerkt, sondern werden dem Menschen von der Schöpfung gegeben und auferlegt, damit die Evolution weitergehen und die Schöpfung selbst auch davon in ihrer Macht und Kraft bestärkt wird und somit ihren Sinn erfüllen kann. Und so wie die Schöpfung ihre Pflicht tagtäglich erfüllt, so soll der Mensch es ihr gleichtun. Beschreiten wir daher gemeinsam, statt einzeln und einsam, diesen Weg der Wahrheit und des Lebens.

Anton Hahnekamp, Österreich

 


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