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Warum?
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Im deutschen Sprachgebrauch fordert das Wort ‹Warum› viele Antworten heraus, die nicht immer angenehm oder jedermanns Sache sind. Im Kindesalter fragen unsere Kleinen gerne, warum dieses oder jenes so sei, und die Eltern müssen in ihrer «angeborenen Allwissenheit» passen und können oft keine guten Antworten geben. Leider werden genau darum dem Nachwuchs in der heutigen Gesellschaft jede Art Kultreligionen, Sekten und vieles andere Unwirkliche und Falsche beigebracht und erklärt. Die Lehre des Lebens resp. die Geisteslehre ist jedoch entweder völlig unbekannt oder ein Tabuthema, so dass sie nicht einmal annähernd gestreift wird. So wachsen dann die Fehl- und Falschinformationen mit dem Kind mit und prägen im späteren Leben seine Persönlichkeit, die mit dem Tun und Wirken in engem Zusammenhang steht. Das alles trifft auf den heutigen Menschen zu, der seine Ansichten und Meinungen, die von der wahrlichen Wahrheit weit entfernt sind, oft sogar hartnäckig untermauert und schliesslich mit aggressiven Emotionen verteidigt.

Wenn der Mensch ein Leid erdulden muss, fragt er in der Regel zuerst «Warum gerade ich?», aber nur selten, weshalb das Leid entstanden ist und was es grundsätzlich verursacht hat. Die Schuld schiebt er dann meistens den Mitmenschen oder seinem traurigen Schicksal zu, und er jammert und beklagt sich ohne dass ihm bewusst wird, welche Unverschämtheit in der Frage «Warum gerade ich?» liegt, denn darin ist in erster Linie auch die Frage enthalten: «Warum nicht der andere?» Eine solche Einstellung ist aber nicht richtig, denn korrekterweise sollte man nicht die Wirkung bejammern, sondern die Ursache suchen, damit die Möglichkeit der Fehlerbehebung entsteht.

Das Wort ‹Warum› kann aber auch auf viel Gutes hinweisen oder Positives bewirken. Wird z.B. in einem Gemeinschaftsprojekt eine Verbesserung mit der Frage «Warum nicht so?» vorgeschlagen, kann es sich auch positiv auswirken. «Warum teilst du dir das nicht besser ein?», kann bei vernünftiger Auffassung einiges auslösen, bei charakterschwachen Menschen allerdings auch das Gegenteil bewirken, denn aufgrund von Herrschsucht, Sturheit und vielem anderen mehr wird ein guter oder gut gemeinter Vorschlag gerne abgelehnt oder in den Wind geschlagen.

Meine drängendsten Fragen sind: «Warum beharrt der Mensch auf seinen Götzen, Göttern, Sekten und vielem mehr? Warum akzeptiert er nicht die wahrliche Wahrheit und lebt nicht nach schöpferischen Gesetzen und Geboten? Warum lobt und preist er nicht die Schöpfung, die ihm das Leben gab?»

Der Prophet der Neuzeit tut die Lehre des Geistes kund und erklärt den Menschen ihre Bestimmung, um die bereits einige wissen. Viele, die davon hören und Kenntnis von der wahrlichen Wahrheit erhalten, ändern ihr Denken und Handeln nicht und fragen lieber: „Warum soll ich?» Auf diese Weise wird es  noch sehr lange dauern, bis der Mensch die Wahrheit findet, die Schöpfung anerkennt und seine Götter, Götzen und Heiligen dorthin verbannt, wo sie hingehören; ins Reich der Märchen und Fabeln.


aus  «Stimme der Wassermannzeit» Nr. 162, März 2012
Robert Waster, Österreich

 


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